Sonntag, 16. September 2012
Sonntage
Sonntag. Ein restlicher freier Tag. Schlaf aus. Steh früher auf. Ich bin umgeben von Menschen. Ich fühle mich allein. Lass mich etwas Neues sehen. Lass mich an Altem klammern. Ich möchte wieder nach Hause. Ich möchte noch ein bisschen weiter draußen sein. Lass den Abend ausklingen. Nutze nochmal die Zeit. Gleich ist der Sonntag endlich vorbei. Schade eigentlich.
Samstag, 4. August 2012
Ich werde alt - Über Foren und IRC
Erinnert ihr euch?
Es gab eine Zeit, in der trug es sich zu, dass jeder DAU, jeder "n00b" ein Forum sein Eigen nennen wollte. Dabei ging es nicht darum, Diskussionsplattformen zu erstellen, sondern eine Plauderplattform für den eigenen (Internet)-Freundeskreis zu errichten - oder auch gerne und einfach um Machtspielchen, z.B. durch die allseits verhassten "Script-Kiddies"). Nicht anders verlief es im IRC, einem konsolenbasierten Chatsystem - nur war hier technisches Verständnis gefragt, denn wer meinte, mit Klickibunti-Grafik einen Chatroom (sogenannte "Channels") oder gar einen gesamten Server administrieren zu können, wurde eines Besseren belehrt.
Doch diese Zeiten sind nun am verblassen, denn das Internet entwickelt sich weiter, und dessen User mit.
Angebot und Nachfrage
Wir leben in einer Kultur, die stark vom sozialen Umgang geprägt wird - auch im Internet. Social Communities sind bereits so sehr im Trend, dass man schon in naher Zukunft von einem gewaltigen Zusammenbruch ausgeht - weil die Anzahl an Angeboten immer höher wird, weil immer mehr Daten, insbesondere irrelevantes ihren Weg ins Netz finden, und nicht zuletzt, weil vielen Anwendern schlichtweg die Lust daran vergeht, was u.a. auch auf schlechte Datenschutz-Klauseln/Geschäftsbedingungen zurückzuführen sei. Solange sich aber Smartphones und ähnliche Geräte derart gut im Markt etablieren, wird sich der Trend weiterhin aufwärts gen Social Community neigen.
Ganz anders sieht es nun bei Foren aus - Sie werden wieder zu dem, wessen Zweck sie ursprünglich dienten: Wissensdatenbanken und Diskussionsplattformen, insbesondere für Support-Zwecke. IRC-Server verlieren stetig weiterhin an Usern, die eigentlichen Besucher sind jahrelange Stammgäste, geschlossene Gruppen möchte man sagen.
Mein Standpunkt hierzu
Ich selbst bedaure diese Entwicklung zum Teil. Lasst mich dies erläutern. Hinter Foren-Projekten steckte eine Menge Kreativität, wenn diese richtig und mit Enthusiasmus angegangen wurden. Da wurde neben dem Forum gleich eine komplett selbst gestaltete Website, gerne auch mit Chatsystem (respektive IRC) integriert, ein großes Portal erschaffen - dem Zweck dienend, sich mit Gleichgesinnten über gewisse Themen oder Vorlieben auszutauschen, bewusst Kontakt mit Fremden aufzunehmen, im fernen, weltweiten- oder landesweiten Web. Natürlich gab es auch viele unsinnige oder qualitativ minderwertige Community-Projekte.
Nein, lasst mich klarstellen, es gab hauptsächlich minderwertige Projekte. Aber wie verhält es sich jetzt?
Jeder Trottel kann sich eine Gruppe auf Facebook oder Google+ z.B. erstellen, und diese geschlossenen Kreisen oder öffentlich zugänglich machen, schnell noch eine kurze Beschreibung und ein Foto hin - fertig ist die hingeklatschte "Community". Wer meint, hier einen größeren Qualitätsstandard als in den früheren Community-Projekten zu finden, der irrt sich gewaltig, das Gegenteil ist eher der Fall. Je größer der Nutzeranteil, je größer der Bekanntheitsgrad, desto höher auch der Anteil an Idiotie und Blödsinn, logischerweise. Bei einer Social Community mit einer so enormen Kapazität wie der von Facebook kann das recht erschreckend wirken.
Der andere Teil ist der, dass es eben, wie immer auch Ausnahmen gibt - Personen, die technisch nicht gerade bewandert sind, aber durchaus Engagement bei der Entwicklung und Realisierung ihrer eigenen Ideen und Vorstellungen zeigen. Diese Personen können durch die Gruppenfunktionen schnell und einfach z.B. für politische Zwecke oder Vereine in Windeseile eine kleine Plattform erstellen, für die nicht mal eine separate Registrierung notwendig ist. Zumal Social Communities, obgleich oftmals (und dabei auch völlig zurecht!) von Datenschützern kritisiert eigentlich einem sehr noblen, wenn nicht sogar so ziemlich dem wichtigsten Zweck des Internets überhaupt dienen: Die Verbindung zwischen Menschen, Kommunikation, der Schlüssel zu praktisch allem. Wir sprechen von der Möglichkeit, Länder und Staaten, die von einem Regime angeführt werden, alleine durch die Macht der Kommunikation entgegenzutreten und zu stürzen, wir können durch das, was wir täglich schreiben, die Welt nachhaltig verbessern.
Dienstag, 10. Juli 2012
Pokémon, und das ewige Streben nach Verbesserungen
Vorab, dieser Artikel richtet sich generell an aktive Pokémon-Spieler oder Personen, die es mal gespielt haben.
Es gab eine Zeit, in der existierten 2 Pokémon-Editionen: Die Rote und die Blaue Edition (bzw. in Japan die Rote und die Grüne 1995/96, 1997 als Rote und Blaue re-released und letztlich auch 1999 in den USA und Europa erschienen.)
Manchmal wünsche ich mir eine solche Übersichtlichkeit zurück. Als die Gelbe Edition 1999, bzw. 2000 in Europa auf dem Markt kam, rechnete man mit einem Sonderfall - Extra für Fans der TV-Serie, mit einigen besonderen Merkmalen aufgewertet (man erhält alle 3 Starter während des Spieldurchgangs, Pikachu als Starter-Pokémon, etc. Dass einige Arenaleiter Pokémon auf wesentlich höherem Level einsetzen, und die Top Vier der Pokémon-Liga stärker zum Einsatz von Heilitems neigen, sei mal außen vorgelassen. Eigentlich war die Gelbe Edition, die doch als "für Anfänger geeigneter" deklariert wurde, etwas anspruchsvoller.)
Im Frühjahr 2001 folgten in Europa die Goldene und Silberne Edition, mit 100! Pokémon mehr und einer Hülle und Fülle an Neuerungen des Kampfsystems - Neue Attacken, neue Wirkungen, zwei neue Typen (Stahl und Unlicht) sowie der Möglichkeit der Zucht und Evolutionsstufen, und die Editionen waren auch noch teilweise abwärtskompatibel! Pokémon war urplötzlich ein strategisch ernstzunehmendes Spiel mit einigen Feinheiten, spielerisch gesehen deutlich anspruchsvoller und durch die zeitbasierten Events innovativ. Dem ganzen wurde Ende des Jahres mit der Kristall-Edition das Sahnehäubchen aufgesetzt.
Im Sommer 2003 erschienen dann bei uns die Rubin und Saphir-Edition für den Game Boy Advance, und man verabschiedete sich erstmals vollständig vom Game Boy Classic Ursprung (sehen wir von der Only-for-Game Boy Color Kristall-Edition ab.) Die große Enttäuschung für nahezu alle Spieler: Pokémon ließen sich nicht mehr von den vorherigen Editionen übertragen; alle mussten wieder bei Null anfangen. Für einige Spieler war dies vorrübergehend oder endgültig das Ende der Pokémon-Ära, für die Strategen aber begann das Spiel erst richtig. Während in den vorherigen Editionen beliebig viele EVs auf Pokémon verteilt werden konnten, setze die dritte Generation dem ein Ende: Maximal 510 insgesamt, pro Wert maximal 255 (252 effektiv) - Punkt. Das EV-Training war geboren, die eigenen Pokémon wurden je nach Trainigsweise und Anwendungszweck individueller, Zucht und Tausch machten auch im strategischen Wettkampf viel mehr Sinn. Ebenfalls wurde eine "Spezialfähigkeit" eingeführt, die je nach Pokémon-Spezies variierte und eine Art 5. Attacke darstellte, manche Pokémon konnten sogar 2 verschiedene Fähigkeiten besitzen (jedoch nur eine von Zucht an / nach dem Fang.) Doch eine Frage stellten sich alle Spieler: Wo ist der Rest der Pokémon gelandet? Tatsächlich enthielten Rubin & Saphir (mit den beiden neuen Event-Pokémon Jirachi und Deoxys) lediglich 202 Pokémon - eine Mischung aus neuen Hoenn-Pokémon, und einer winzigen Ansammlung mancher Kanto- und Johto-Pokémon. Die Antwort hierauf wurde mit dem Release von Pokémon Colosseum Frühjahr 2004 hierzulande beantwortet, einem Spin-Off für den Nintendo Gamecube, welches einen Story-Mode enthielt, in dem sich sämtliche Johto-Pokémon fangen ließen. Das Spiel ist als eine Mischung aus Sonderedition und Pokémon Stadium zu betrachten. Ergänzt wurde das ganze dann im Herbst des gleichen Jahres durch das Erscheinen der Feuerrot- und Blattgrün-Editionen, die als Remakes der ersten beiden Editionen in neuem Glanz strahlten - Funktionstechnisch nahezu identisch mit Rubin & Saphir und vollständiger Kompatiblität - nun war es auch möglich, alle Kanto-Pokémon in einer Edition zu fangen, im neu hinzugefügten Spielverlauf zudem auch alle Johto-Pokémon (Lugia und Ho-Oh in einem Event, Celebi jedoch gar nicht.) Die Liste schien komplett, da stürmte noch 2005 Pokémon XD die Regale, eine lieblose Fortsetzung von Pokémon Colosseum, die Pokémon aller Editionen enthielt, die oftmals mit besonderen Attacken auftrumpfen konnten (teilweise sogar Attacken, die nicht einmal durch Zucht vererbt werden können.) Zudem erschien fast zeitgleich die Smaragd-Edition, eine Verbesserung der Rubin & Saphir-Edition, die gameplaytechnisch weitaus mehr zufriedenstellen konnte als ihre Originale.
Das größte Manko dieser zu Unrecht verteufelten Generation stellte ganz einfach der Preis dar, den man zahlen musste, um in den Genuss aller Pokémon zu kommen, anstatt diese sinnvoll in einer Edition unterzubringen. Viele waren mit einem Action Replay besser beraten, was meines Erachtens auch völlig berechtigt ist/war.
Lange wurde es still um neue Pokémon-Editionen, bis dann 2007 Diamant & Perl den Markt eroberten - die vierte Generation war am Start, diesmal für den Nintendo DS. Diese Generation löste eine neue, boomartige Welle aus, die nicht nur neue Spieler, sondern auch längst Entsagte in ihren Bann zog - das Kampfsystem wurde einer Grunderneuerung unterzogen, denn Attacken waren nun nicht mehr abhängig vom Typ speziell oder physisch ausgelegt, sondern je nach Art der Attacke. So wurde Rasierblatt zu einer physischen Attacke, während der allseits beliebte Hyperstrahl speziell wurde - als physisches Pendant wurde die neue Attacke Giga-Stoß u.a. eingeführt. Endlich wurden Pokémon wie Garados oder Impergator besser nutzbar, ein Typ war nicht mehr einer Kampfart untergeordnet - wieder individueller, wieder strategischer. Das Ganze wurde mit neuen Items und neuen Pokémon-Arten aufgefrischt, sowie einer Menge neuer legendärer Pokémon (so viele wie in keiner anderen Generation bisher.) Doch auch spielerisch tat sich etwas, so erinnerte die vierte Generation doch wesentlich stärker an die zweite auf dem Game Boy Color - Pokémon wirkte erwachsen, gereift und ausgeklügelter als zuvor. Eine Abwärtskompatiblität mit der dritten Generation ermöglichte es, die eigenen, alten Monsterchen in die neue Welt zu schicken und aufzuwerten, war aber (abgesehen von legendären Pokémon) gar nicht mehr notwendig, um den Pokédex nahezu vollständig zu befüllen. Viele der früheren, legendären Pokémon konnten mit der im darauffolgenden Jahr erschienen Sonderedition Platin ergattert werden, die dritte Generation schwamm bereits immer mehr in Vergessenheit. Doch vielen Spielern war der Wunsch nach einem Gold & Silber Remake von den Lippen abzulesen.
Im Jahr 2010, also 2 Jahre später, wurde dieser Wunsch uns Europäern erfüllt, und sämtliche Erwartungen am Remake derart übertroffen, dass man sich noch heute darüber streiten möge, welches der beiden Spiele der vierten Generation eigentlich das bessere ist. HeartGold & SoulSilver schlossen den Kreis, und zusammen mit Ihnen kann die vierte Generation als eine Einheit betrachtet werden, die die dritte Generation fast komplett ohne weiteren Belang erscheinen lässt, in jeglicher Hinsicht. Pokémon war spielerisch und strategisch nun auf einem Höhenflug, nicht zuletzt durch Online-Aktivitäten.
Bereits 2011 ward es Zeit für den bis dato letzten großen Schritt, und die Schwarze und Weiße Edition erschienen bei uns, erneut für den Nintendo DS. Wieder eine neue Region, wieder neue Pokémon und Attacken, keine elementare Neuerung im Kampfsystem... jedoch:
Das strategische Maß hat nochmal einen Deut zugenommen, so existieren neue Möglichkeiten von Zuchtattacken oder Pokémon mit besonderen Fähigkeiten. Letzteres vor allem in der "Dreamworld/Traumwelt" zu finden - eine Interaktion zwischen Nintendo DS und dem Computer, und der erste Schritt, Pokémon offener zu gestalten. Für mich persönlich ist dies ein absoluter Fehlschritt aus folgenden Gründen:
- Die Spiele der Traumwelt sind belanglos und werden dem tatsächlichen Gameplay nicht im geringsten gerecht
- Ich sehe keinerlei Grund, warum die Traumwelt sich nicht auf dem DS realisieren ließe, insbesondere durch Touchscreen-Funktionen
- Um dem Wunschpokémon zu begegnen kann man ein zweites Leben beginnen - es kostet einfach zuviel Zeit.
Die Änderungen, die durch die Traumwelt eingeführt wurden, haben einen gravierenden Einfluss auf den Wettkampf ausgeübt, scheinbar von vielen unbemerkt. Fast nahezu jede! Pokémon-Spezies verfügt über eine neue Spezialfähigkeit, die sämtliche vorherigen Varianten in den Schatten stellen. Wieder fangen wir bei null an, wieder landen unsere alten Pokémon, die wir seit 2003 mit uns herumschleppten in der Box und verschimmeln dort. Einige neue Varianten sind zu gewagt, einige neue Pokemon-Arten übertrumpfen vorherige zu deutlich. Das Gleichgewicht wurde gestört, es gibt zu viele Pokémon, könnte man meinen. Das Kampfsystem erscheint mir derart ausgeschöpft, dass es versucht, sich selbst neu zu erfinden.
Das Fazit: Wer heute noch bei ernsthaften Wettkämpfen mithalten möchte, der benötigt Zeit, Zeit, Zeit. Das Spielgefühl gibt für mich nicht mehr das wieder, was Pokémon einst war - Spiel, Spaß und Ernst in einem. Während ich mir früher fast blutige Hände für ein legendäres Pokémon gespielt hätte, ist der Überfluss derart ermüdend, dass sie mir entweder egal sind, oder ich dem ganzen einfach nicht mehr hinterherkomme. Pokémon ist zu einem MMORPG geworden, so scheint es mir fast.
Erstaunlicherweise ist der Spielverlauf selbst wesentlich simpler und einfacher gehalten worden, bzw. auch vereinfacht - Pokémon Center sind praktisch überflüssig, an fast jeder Route existiert eine Person, die einem die eigenen Pokémon kostenfrei heilt, Vergiftungen haben außerhalb von Kämpfen keine Wirkung mehr, usw. Es scheint, als wolle man das Spiel durch den lineareren Verlauf auch schlechteren Spielern schmackhafter machen, während der Suchtfaktor inzwischen ins derart unermessliche gesteigert wurde, dass einem die Lust vergeht.
Dieses Jahr erwartet uns im Herbst die Fortsetzung der beiden Editionen, "Schwarze und Weiße Edition 2". Wieder für den Nintendo DS (man möchte sich wohl ordentlich Zeit für den schwächelnden 3DS lassen und weiterhin den guten alten DS ausbluten lassen - vielleicht zeigt es aber auch, wie unsicher man über die Beständigkeit des 3DS ist.) Wir können hierbei von einer direkten Fortsetzung sprechen, die quasi als Ersatz der alten Sondereditionen dient. Wieder in der gleichen Region, dieses mal wieder mit vielen neuen Formen alter Pokémon (sogenannte Formwandler, die es zum ersten mal in der dritten Generation mit Deoxys gab - ein Feature, welches auch immer mehr ausgeschlachtet wird seither.) Wie es gameplaytechnisch aussieht, und obs uns große Neuerungen erwarten, bleibt abzuwarten, ich persönlich rechne jedoch nicht mehr damit.
Ich bin mit dem Weg, den Nintendo und Game Freak mit Pokémon seit der 5. Generation einschlagen, absolut unzufrieden. Ich habe das Gefühl, wir drehen uns im Kreis und werden mit sinnlosen Features geködert, während das geniale Kampfsystem sich unnötig weiter verkompliziert. Die Zeit, die ich inzwischen für das Training investieren müsste, rentiert sich meines Erachtens kaum noch. Spielen werde ich die neuen Editionen auf jeden Fall, aber von Online-Kämpfen halte ich mich bereits seit 2011 fern. Schade, eigentlich. Vielleicht werde ich aber auch "zu alt" für Pokémon, wenn das überhaupt möglich ist... ;)
Sonntag, 10. Juni 2012
Public Viewing im Auestadion Kassel - Deutschland gegen Portugal (EM 2012)
Heute habe ich mir zusammen mit ein paar Freunden die Zeit genommen, das fulminante Vorrundenspiel zwischen der Deutschen und der Portugiesischen Nationalmannschaft live per Public Viewing im Auestadion (dem Heimstadion des KSV Hessen Kassel) zu verfolgen. Zunächst eine kurze, persönliche Stellungnahme zum Spiel.
Die Deutsche Mannschaft nicht auf der Höchstleistung
Immer wieder ein Dorn im Auge sind Fehlpässe oder Flanken ins Leere gewesen. Die deutsche Mannschaft schien mir unkonzentriert und zögerlich, viele Fehlzüge erinnerten mich stark an das UEFA Champions League Finale zwischen FC Bayern München und dem FC Chelsea. Sehr stark hervorzuheben sind Mario Gomez, der das erlösende Tor in der 72. Minute schoß, und, im wahrsten Sinne des Wortes, die gesamte Mannschaft mit seinem Kopfeinsatz nach vorne brachte; mehr oder weniger. Ebenso Jerome Boateng und Mats Hummels, die so manchen gefährlichen Torversuch der Portugiesen erfolgreich abwenden konnten, sowie Manuel Neuer, der durch vollen Körpereinsatz erneut beweisen konnte, wie viel Ruhe und Sicherheit er doch im Kasten ausstrahlt.
Unschöne Spielzüge und "unparteiische Schiedsrichter"
Besonders unschön vor allem für die Deutschen Fans sind die zahlreichen Fehlentscheidungen des französischen Schiedsrichters gewesen, so erinnere man sich bspw. an die gelbe Karte in der 13. Spielminute, in der der portugiesische Spieler Helder Postiga Manuel Neuer mit einer Kretsche vom Boden trat, ohne dabei auch nur ansatzweise in Nähe des Balls zu sein. Für solch eine Aktion wäre eigentlich eine rote Karte fällig gewesen. Insgesamt nahm die Spannung bei beiden Mannschaften enorm zu, für ein Vorrundenspiel gab es bereits ordentlich gelbe Karten.
Ein kurzes Fazit
Insgesamt kann man mit der Leistung der Deutschen Elf nicht zufrieden sein, da sie so manche Spielzeit an den Gegner verschenkt haben, was im späteren Turnierverlauf mal schnell tödlich endet. Letzten Endes zählt jedoch nur noch der Sieg, und es bleibt zu hoffen, das sich die Mannschaft wieder einpendelt, würde ich ihr doch einen Meisterschaftstitel nach so langen Jahren toller Spiele vollkommen gönnen.
Meine Eindrücke zum Public Viewing
Anfangs etwas skeptisch vom typischen "Fußball-Flair" (parteiische Sprüche, vulgäres Gekreische und übermäßiger Alkohol, d.h. Bierkonsum) gefiel mir die Stimmung, insbesondere am Ende doch ziemlich gut, wurde es etwas lockerer im Umgang mit dem Spiel. Public Viewing im Stadion macht ohnehin alleine schon räumlich und wegen des Raumklangs eine sehr authentische Stimmung, und ich ziehe durchaus in Erwägung, weitere Spiele dieser EM dort zu verfolgen. Eine Einzelticket wie für das heutige Spiel kostet jedenfalls nur 4 € (für die Haupttribüne.) Weitere Angebote zum Public Viewing in Kassel könnt ihr der offiziellen Website der Stadt Kassel entnehmen. Bleibt nur noch zu sagen: Sauerei, dass ich meine beiden Trinkflaschen nicht mit ins Stadion schleppen durfte, angeblich wegen Gefahr von Sachbeschädigungen oder Verletzung anderer Personen. Nur merkwürdig, dass sich innerhalb des Stadions kleine Cola Flaschen aus Hartplastik kaufen lassen. Auf dem Heimweg stellte ich zudem fest, dass meine beiden Flaschen dreisterweise geklaut wurden. Schlussfolgerung: Das nächste mal Capri Sonne einschmuggeln. :P
| Ausschnitt von der Haupttribüne während der letzten Spielminuten |
| Der Eingang zur Haupttribüne von außen, nach dem Spiel |
Kurzer Videoausschnitt der letzten Spielminute (Eckball für Portugal)
//edit vom 10.06.2012 um 11:22:30: Die HNA Zeitung hat vom gestrigen Public Viewing Fotos veröffentlicht, auf dem Foto Nummer 21 bin ich zusammen mit einem Freund zu erkennen, wenn man richtig hinschaut. :P
Die gesamte Fotostrecke könnt ihr euch hier anschauen.
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